
Atelier Edda Dietrich


Am Samstag 14. Februar und Sonntag 15. Februar 2009 in der Galerie Haus Isenburg in Kierspe, NRW - Anmeldung erbeten
Vortrag und Seminar mit Gerald Häfner
Musikalisches Rahmenprogramm mit dem Konzertgitarristen Andreas Koch
Installation "Die Aufgabe der Kunst heute" von WolfRabe
Vortrag und Seminar: Über Globalisierung, die Weltfinanzmärkte und die Macht des Geldes - und darüber, wie wir mit demokratischen Mitteln und zeitgemäßen Ideen zu gerechteren Verhältnissen kommen
Im Zusammenspiel der Künstler Gerald Häfner (Vortrag), Andreas Koch (Musik) und Wolfrabe (Installation) wird der Versuch gewagt, das kleine Seminar selbst schon als Kunstwerk zu begreifen. Nun kann einer sagen: Ja, gut. Dass der Gitarrist Andreas Koch ein Künstler ist, ist klar. Auch bei Wolfrabe mit seinen Installationen liegt das auf der Hand. Aber was ist das Künstlerische an dem Referenten Gerald Häfner? Der ist Publizist und Vorstandssprecher von Mehr Demokratie e.V. Das ist Politik. Wo ist da die Kunst?
Bei dieser Frage stellt sich die Frage nach dem Begriff der Kunst. Also: Was ist Kunst - und was ist die Aufgabe der Kunst heute? Wer ist ein Künstler?
Erst in dem vielzitierten Satz von Joseph Beuys “Jeder Mensch ist ein Künstler” erwacht die Ahnung, was eine zeitgemäße Kunst sein will. Eine Kunst, die jeden Menschen einlädt, schöpferisch tätig zu werden in der Welt. In ihr mit seinen Fähigkeiten mitzugestalten zum Wohle des Anderen.
In einer Zeit, in der Existenzängste den Alltag beherrschen, ist das eine Herausforderung. Jetzt da die Finanzmärkte zusammenbrechen, die Vermögen gefährdet sind, die Altersvorsorge weg bricht und der Arbeitsplatz unsicher ist,- da soll Einer zum Wohle des Anderen schöpferisch tätig werden?
Gerald Häfner: “Die Menschen tun dies längst. Kaum einer arbeitet heute noch für sich selbst. In der arbeitsteiligen und globalen Welt ist fast jeder tätig für einen anderen Menschen. Wir sind gar nicht mehr in der Lage, allein für uns selbst zu sorgen. Die Frage ist nur: Ob wir dieses Füreinander in unser Bewusstsein bringen und wie wir ein gerechtes Miteinander gestalten wollen. Das ist die Frage nach dem Erweiterten Kunstbegriff und gleichsam die Frage der Demokratie und des Geldbegriffs.”
Diese Fragen sind Inhalt des Seminars: Das allermeiste Unrecht kommt durch das Profitdenken in die Welt. Kaum etwas bestimmt so sehr das Handeln des Menschen wie das Geld. Aber was ist Geld? Geld ist ein Rechtsdokument, um soziale und wirtschaftliche Abläufe zu steuern. Wer aber bestimmt über das Geld? Heute bestimmt das Geld über uns. Wie können die Menschen wieder dazu kommen, über das Geld zu bestimmen?

Musikalischer Einstieg und Zwischenspiel
Andreas Koch spielt zum Einstieg und Zwischenspiel am Freitagabend Lautenkompositionen von Johann Sebastian Bach und Werke der Renaissance auf einem speziell gebauten Instrument mit zehn Saiten.

Installation und Einladung zum Gespräch
Während beider Tage ist der Künstler Wolfrabe anwesend und lädt in den Pausen zum Gespräch über die Aufgaben der Kunst in seine Installation ein.

Ebenfalls anwesend sind Fabian Hanneforth (Landesvorstand Mehr Demokratie NRW; Mitglied der Arbeitsgemeinschaft Abgeordneten-Watch, im Bild vorne) sowie Markus Schmidgen (Büro Mehr Demokratie NRW in Köln). Sie informieren über die Arbeit von Mehr Demokratie vor Ort, über die Aktion Volksabstimmung sowie die Arbeit und Aufgaben von Abgeordneten-Watch.
Samstag:
18.30 Uhr:
Beginn mit Gitarrenklängen von Andreas Koch
19 Uhr:
Beginn des Vortrages
20.30 Uhr:
Kleines musikalisches Zwischenspiel
20. 45 Uhr:
Erste Frage und Diskussionsrunde
gegen 21.30 Uhr:
Ausklang mit der Möglichkeit zum Beisammensein
Sonntag:
10 Uhr:
Einlass
Beginn des Seminars mit Einführung und Zusammenfassung des Vorabends von Gerald Häfner sowie Sammeln der Publikumsfragen mit einer kleinen Pause
12.30/13.00 Uhr:
Mittagsimbiss in der Galerie und Mittagspause
14./14.30 Uhr:
Zweiter Teil des Seminars mit Gerald Häfner
15.30 Uhr
Kaffeepause
16.00 Uhr
Letzter Seminarteil und Zusammenfassung,
Abschluss gegen 17.00 Uhr.
Anmeldung:
Die Teilnahmegebühr für beide Tage liegt bei 28 Euro (Förderpreis: 40 Euro);
die Gebühr für den Vortrag beträgt 12 Euro ( Förderpreis: 16 Euro)
und die Gebühr für das Seminar bei 18 Euro (Förderpreis 24 Euro);
Ermäßigungen sind nach Absprache möglich.
Getränke und Speisen sind in diesen Beträgen nicht enthalten.
Eine Anmeldung unter info@eddadietrich.de wird erbeten.
Weitere Informationen:
Atelier für Soziale Skulptur
Edda Dietrich
Telefon: 0 22 64 - 28 68 26
E-Mail: info@eddadietrich.de
Ort der Veranstaltung:
Galerie Isenburg
Isenburg 1
58566 Kierspe (NRW)
Galerie Haus Isenburg

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