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Colors of Democracy

LichtLabor  Demokratie - Europas Rolle in der Welt

15. April - 19. April 2026 im Kulturbunker Köln-Mühlheim

 Eine Veranstaltung von Democracy International 

Was wir noch sehen - 
Zwischen Überforderung und Menschlichkeit

Licht, Farbe, Klang: In den Galerieräumen des Kulturbunkers Köln-Mülheim entfaltet die Berliner Künstlerin Edda Dietrich eine mehrteilige Videoinstallation über Menschenrechte, Demokratie und die Frage: Was unser Sehen heute noch vermag.

Drei Räume aus Licht, Farbe und Klang. In ihnen leuchten die Menschenrechte auf — als Erinnerung, als Versprechen, als fragiles Fundament unserer Demokratien. Zugleich öffnen sich Zeit und Raum für Austausch, Gespräch und gemeinsames Nachdenken.

 

Die Installation setzt mit der Vertreibung aus dem Paradies ein. Von dort aus beginnt ein fortwährendes Wechselspiel von Licht und Dunkel, von Schwarz und Weiß — ein Ringen zwischen Gut und Böse, Schuld und Verantwortung, Verlorenheit und Hoffnung.

 

In verdichteten Bild- und Klangfolgen zeichnet die Arbeit Linien des Unrechts nach: von der Vertreibung und Tötung indigener Menschen in Amerika über die Gewalt der Sklaverei und den Genozid an den Herero und Nama bis hin zum Holocaust. Im Holocaust tritt der Zivilisationsbruch hervor, aus dem das Versprechen der Menschenrechte mit neuer Dringlichkeit erwuchs: die Unantastbarkeit der Würde des Menschen.

 

Die Menschenrechte erscheinen wie ein Stern — vielleicht unerreichbar, doch richtungsweisend.

 

Während er am Himmel steht und Orientierung gibt, brechen auf der Erde immer neue Kriege, Vertreibungen und Hungersnöte aus. Vietnam, Kalter Krieg, Syrien, Sudan, Ukraine, Israel, Gaza, Iran: Das Karussell von Gewalt, Angst und Unrecht dreht sich weiter, immer schneller. Die Bilder werden mehr, die Stimmen lauter, die Entfernungen kleiner — und doch droht das Wahrgenommene zu verblassen.

 

Zu viel. Zu schnell. Zu nah. Zu fern.

Was wir noch sehen bewegt sich im Zwischenraum von Reiz und Erschöpfung, von Sichtbarkeit und innerem Rückzug. Die Installation fragt, was mit der Menschlichkeit geschieht, wenn das Leid der Welt nur noch als Strom von Bildern und News an uns vorbeizieht. 

Im Zentrum steht das Verhältnis von Gleichgültigkeit und Aufmerksamkeit. Gleichgültigkeit erscheint hier nicht einfach als Desinteresse, sondern auch als Schutzreaktion eines überlasteten Bewusstseins.

 

Aufmerksamkeit dagegen wird zur Form der Zuwendung: als Widerstand, als Gegenkraft, als Möglichkeit, dem Unrecht nicht das letzte Wort zu lassen.

 

Zwischen Informationsflut und Desinformation eröffnet die Arbeit Räume, in denen Wahrnehmung selbst zum Thema wird: Was sehen wir? Was übersehen wir? Was halten wir aus? Was ist wesentlich? Wofür nehmen wir uns die not-wendige Zeit?

 

Vielleicht beginnt Menschlichkeit dort neu, wo wir bereit sind, wieder aufmerksam zu werden.

Im LichtLabor Demokratie traf Kunst auf Teilhabe.  Eine immersive Licht- und Klanginstallation im Kulturbunker Köln-Mülheim zeichnete den Rahmen für inspirierenden Panels und praxisnahe Workshops. Menschen aus ganz Europa, tauschten Perspektiven aus und erkundeten gemeinsam, welche Rolle die Europäische Union in der Welt spielen sollte. Eine Entdeckungsreise, die Kreativität und die großen demokratische Fragen in gemeinsames Handeln verwandelte.

Dieses Projekt wurde durch die Europäische Union kofinanziert. Die in diesem Zusammenhang geäußerten Ansichten und Meinungen sind jedoch ausschließlich die der Autor(en) und spiegeln nicht unbedingt die der Europäischen Union oder von Democracy International e.V. wider. Weder die Europäische Union noch die Förderstelle können dafür verantwortlich gemacht werden.

 

Lichtlabor Demokratie wird von der Landesinitiative Europa-Schecks des Ministers für Bundes- und Europaangelegenheiten, Internationales sowie Medien und Chef der Staatskanzlei des Landes Nordrhein-Westfalen unterstützt.

Kontakt

 

Impressum

 

Atelier Edda Dietrich

Weigandufer 12 a

12045 Berlin

0049 152 33 66 50 16

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